Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Vechta fordert u.a., dass die Praktikumszeiten für Erzieherinnen und Erzieher nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TvÖD) oder vergleichbar vergütet werden dürfen.

Regelmäßig steht die CDA im Kreis Vechta in engem Austausch mit Spitzenvertretern der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen und setzt sich dabei intensiv mit verschiedenen aktuellen sozialen Fragestellungen auseinander. Ein aktuelles Handlungsfeld ist unter anderem die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern für Kindertagesstätten im Mittelpunkt. Jan Hoyer, Kreisvorsitzender der CDA Vechta: „In Niedersachsen fehlen zahllose Erzieherinnen und Erziehern. Der Bedarf ist enorm und es müssen jetzt endlich neue We-ge beschritten werden, um ihn zu decken. Einer der Ansätze ist eine Bezahlung von Praktikumszeiten für Erzieherinnen und Erzieher während der Ausbildung nach dem TvÖD oder vergleichbaren Verträgen. Mancherorts, z.B. in Barsinghausen, wird gerade geprüft, ob dies rechtlich möglich ist – doch leider sperrt sich derzeit das Niedersächsische Kultusministerium unter Leitung von Minister Grant-Hendrik Tonne. Das ist nicht hinnehmbar.“
Auch andere Ansätze wurden diskutiert, um mehr Menschen für den Erziehungsberuf zu gewinnen. Eine komplexe Frage ist dabei die (derzeit vierjährige) Ausbildungszeit – gerade für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger wünscht sich die CDA Lösungen, die eine zu-sätzliche vierjährige Ausbildungszeit ohne Vergütung vermeiden. Einen Schlüssel für eine Attraktivitätssteigerung sieht die CDA im Kreis Vechta in einer Dualisierung der Ausbildung – die Vergütung der Praktikumszeiten wäre mithin nur der erste Schritt in Richtung auf eine an das Handwerk angelehnte Ausbildungsform.
Den gelegentlich vorgetragenen Vorschlag, einen neuen Beruf „Kindergartenfachkraft“ mit geringerem Anforderungsprofil einzuführen, sieht die CDA Vechta dagegen kritisch. Kreisvorsitzender Hoyer: „Die mittlerweile erreichten Qualitätsniveaus in unseren Krippen und Kindergärten dürfen wir nicht wieder aufs Spiel setzen, denn sie sind die Basis für das zukünftige gesellschaftliche Zusammenleben!“

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