Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Vechta fordert nach dem Vorbild anderer Bundesländer, dass in der Corona-Krise auch in Niedersachsen Zuschüsse für Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Höhe von 100 % bezahlt werden.

Jan Hoyer, Kreisvorsitzender der CDA Vechta: „Die Corona-Krise verändert die Lebenswirklichkeit in ganz vielen Bereichen, so auch in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Aktuell stehen viele Betreuungskräfte dort auf Abruf für den stationären Bereich zur Verfügung, da die Schulen geschlossen sind, sodass keine Schulassistenzen zum Einsatz kommen können.“
Aus Sicht der CDA Vechta ist es in dieser Situation von größter Wichtigkeit, dass die Einrichtungen und die dort arbeitenden Menschen Planungs- und insbesondere finanzielle Sicherheit haben, dass alle derzeit erbrachten Leistungen auch refinanziert werden, damit es bei allen derzeitigen beruflichen Belastungen nicht auch noch zu Existenzsorgen kommt.
Sozialpolitiker Hoyer erklärt: „Dabei ist es absolut nicht hilfreich, dass im Niedersächsischen Sozialministerium nun gemauert wird und in der teilstationären Eingliederungshilfe, also auch den Werkstätten für Menschen mit Behinderten nur 75 % refinanziert werden, während andere Bundesländer längst 100 % bezahlen. Zudem muss die Kostenerstattung unbürokratisch erfolgen und nicht über komplizierte Antragsverfahren.“ Zudem habe die CDA Vechta vernommen, dass Schulassistenzen wegen der derzeit geschlossenen Schulen teilweise gar nicht mehr refinanziert werden, obwohl gleichzeitig die Erwartungshaltung besteht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit abrufbereit für den stationären Bereich da sind, wo die Bedarfe derzeit rasch steigen.
Hoyer abschließend: „Das geht so nicht. Niedersachsen muss endlich die volle Kostenübernahme für die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen zusichern und diese muss unbürokratisch ausgezahlt werden!“

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